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Nachrichten | 18.04.2017

SVI lädt zum JIG-Projekt „Barriere-Beschichtungen für Recyclingkarton“ ein

Die Joint-Industry-Group (JIG) des SVI beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Verhinderung von Migration von Schadstoffen aus der Verpackung in das Lebensmittel. Mit der Anfang 2016 veröffentlichten „SVI-Guideline 2015.01_Innenbeutel“ zur Überprüfung und Bewertung der Barrierenwirksamkeit von Innenbeutel für Lebensmittelverpackungen in Recyclingkarton konnte bereits eine Lösung für Innenbeutel als Barrieren gefunden und angeboten werden. Nun gilt es, auf der gleichen Basis eine Lösung für Barrieren als Beschichtung auf Verpackungen aus Sekundärrohstoffen (Papier, Karton und Wellpappe) zu erarbeiten. Nur so kann gewährleistet werden, dass diese Verpackungsmaterialien mit ihren spezifischen Funktionen (z.B. Logistik, Schutz, Kommunikation) weiterhin am Markt bestehen können.

 

Dazu lädt die JIG zum Start eines Projekts zur harmonisierten Spezifikation von Schachteln aus Recyclingkarton ein, die mittels einer Barrierenbeschichtung auf der Lebensmittelkontaktseite oder zugesetztem Adsorbens die Lebensmittelkontamination auf ein tolerierbares Niveau absenkt. Die JIG will in diesem Projekt wichtige Stakeholder zusammenbringen, um eine breit abgestützte Vereinbarung zu erzielen, welche Lösung nachhaltig genügt. Das Thema ist aktuell und erfordert Klärung, weil die Lebensmittelindustrie sicher sein will und die Verpackungshersteller eine messbare Spezifikation dazu benötigen, was Sicherheit in diesem Fall bedeutet.

 

Ein JIG-Projekt zur Barrierenbeschichtung von Karton wurde bereits gestartet, das für den Durchgang durch die Beschichtung das gleiche Kriterium und eine angepasste Messmethode vorsah wie beim Innenbeutel-Projekt. Im Spätsommer 2016 wurden Einladungen zur Fortsetzung dieses Projekts verschickt, aber der Kreis der Teilnehmer war zu eng, um eine breite Abstützung zu sichern. Besonders die Lebensmittelindustrie, deren Vertrauen in die Spezifikation entscheidend ist, war ungenügend beteiligt.

 

In der Zwischenzeit hat die JIG zusätzliche Kontakte geknüpft. Neben den Grossverteilern in der Schweiz (Migros, Coop, Aldi, Lidl und Spar) haben nun auch Danone, das deutsche BLL (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde), der deutsche Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), die Papiertechnische Stiftung (PTS), das Österreicher Ofi, das Istituto Imballagio Italiano/Barilla, und der französische Club MCAS "Matériaux pour Contact Alimentaire et Santé", Filière papier-carton ihr Interesse angemeldet.

 

Als ersten Schritt plant die JIG nächstens eine Tagung dieser vergrösserten Gruppe; das Kriterium womit nachhaltige Sicherheit spezifiziert werden kann, ist das Hauptthema. Dann wird eine Methode benötigt, womit diese Spezifikation messbar wird. Messungen sollen anschliessend Hersteller in ihrer Entwicklungsarbeit unterstützen, aber auch Materialien auf dem Markt evaluieren, um der Lebensmittelindustrie Daten zur Verfügung zu stellen.

 

Das erste Treffen soll am 16. Juni 2017 in Zürich stattfinden. Weitere Informationen folgen auf der Website des SVI bzw. der JIG. Dort können auch Anmeldungen erfolgen.

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