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Nachrichten | 06.10.2017

Studie: Europäischer Paket-Boom - jährlich 720 Mio. internationale Sendungen

Der europäische Markt für internationale Kurier-, Express- und Paketdienste ist 2016 deutlich gewachsen. Mittlerweile werden jährlich 720 Millionen Sendungen verschickt, bis 2019 werden gemäss einer globalen Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney bis zu 908 Millionen Sendungen erwartet.

„Die Erholung der europäischen Wirtschaft und die Tendenz zu E-Commerce füllen die Auftragsbücher“, erläutert Ferry Salehi, Partner in der Logistik- und Transportsparte bei A.T. Kearney. Die Unternehmensberatung analysiert Umsatzsteigerungen von 5 Prozent auf 16,2 Mrd. Euro und eine 10 Prozentige Zunahme der Sendungen. Um profitabel zu bleiben, muss die Industrie jedoch auf Trends wie Last Mile Logistik und Zusatzdienste eingehen.

Im Rahmen einer globalen Studie wurde der internationale Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) analysiert. Auf Basis von mehr als 500 Interviews mit Industrieexperten gibt die Studie einen detaillierten Lagebericht, benennt Trends und Potenziale für die Zukunft. Für den europäischen Markt wurden 13 Länder beleuchtet und die Ergebnisse in dem Bericht „Europe’s International CEP Market: Solid Growth With Challenges Ahead” zusammengefasst.

Damit diese Entwicklung weitergeht, sollten Unternehmen derzeitige Trends im Blick behalten: Das Geschäft mit Privatkunden wächst dank der Beliebtheit von Online-Shopping stärker als B2B. Jedoch machen den Unternehmen sinkende Einnahmen pro Sendung zu schaffen (-5 Prozent für Standard-Sendungen, -2 Prozent für Express-Sendungen). „Immer mehr leichte Pakete, fallende Kraftstoffpreise und der Trend zu Transporten innerhalb Europas drücken die Einnahmen pro einzelner Sendung nach unten“, warnt Jan Matuska, Manager und Transportexperte bei A.T. Kearney.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass es trotz positiver Trends einige Herausforderungen zu bewältigen gilt:

• Last Mile Logistik: Mit der neuen Bedeutung von Online-Shopping werden innovative Konzepte für die letzten Meter der Lieferung bis zur Haustür immer wichtiger. Kosten pro Stopp müssen durch höhere Frequenzen gesenkt sowie profitablere Lösungen für E-Commerce-Sendungen gefunden werden. Ein neuer „State-of-the-Art“ für die letzten Meter soll Neukunden anziehen.

• Kostenmanagement: Viele Kunden sind nicht bereit höhere Grundpreise für Dienstleistungen zu bezahlen. Europäische KEP-Unternehmen müssen sich daher mittelfristig darauf einstellen, Zuschläge zu erheben – wie beispielsweise zu Hochphasen wie Weihnachten.

• Neue Produkte und Services werden zum Alleinstellungsmerkmal: Mit zunehmender Kommodifizierung von Transportprozessen werden zusätzliche Angebote wie Versicherung oder Zollzahlungen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Neben neuen Services sind auch maßgeschneidert E-Commerce-Produkte mit Einheitspreisen von zentraler Bedeutung.

„Wer es schafft, dem Kunden ein unkompliziertes, schnelles und transparentes Liefererlebnis zu bieten und gleichzeitig Kosten effizient zu managen, kann die derzeitigen Trends gewinnbringend für sich nutzen“, ist sich Salehi sicher.

 

 

 

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