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Nachrichten | 13.04.2017

Schweizer Aluminiumindustrie erzielt höhere Wertschöpfung in 2016 – Aluminium für Verpackungen stagniert

Durch den anhaltend starken Franken ist die Schweizer Aluminiumindustrie nach wie vor gefordert, konstatiert der Aluminium-Verband Schweiz mit Sitz in Zürich in seinem Jahresbericht für 2016. Dank ungebrochener Innovationskraft und betrieblicher Restrukturierungsmassnahmen konnten im zurückliegenden Jahr viele Firmen eine höhere Wertschöpfung aufweisen. Die Entwicklungen im laufenden Jahr deuten auf eine weitere Verbesserung hin. Im Verpackungsbereich stagnierten 2016 die Ablieferungen bei den Aluminiumfolien und die Nachfragen aus dem Lebensmittel- und Pharmamarkt verhielten sich leicht rückläufig. Für 2017 zeichnet sich für die Verpackungsindustrie eine stagnierende Nachfrage in der Schweiz ab, umso mehr wird die Hoffnung in die Exportmärkte gesetzt. 

Die produzierten Tonnagen der Schweizer Walz- und Presswerke haben sich im Jahr 2016 gegenüber 2015 nicht verändert und liegen nach wie vor bei 227.000 Tonnen. Dagegen konnte die Wertschöpfung erhöht werden; in erster Linie durch neue, innovative Entwicklungsverfahren und erfolgreich eingeführte Automatisierungsprozesse in der Fertigung. Die rund 70 im Aluminium-Verband Schweiz zusammengeschlossenen Unternehmen exportieren gegen 80 Prozent in den Euroraum. Die negative Wechselkurssituation drückte auch 2016 auf die Margen und sorgte für einen enormen Preiskampf in einzelnen Anwendermärkten, aber es kam zu keinen grösseren Stellenabbauten. Vielmehr wurden neue Arbeitsplätze im Entwicklungsbereich an den Schweizer Standorten geschaffen.  

Gemäss einer Umfrage unter den Verbandsvorständen war 2016 für einige Mitgliedsfirmen gar ein Rekordjahr mit starken Umsatzsteigerungen. Für die grössten Zuwachsraten sorgten dabei das Transportwesen und der Flugzeugbau. Aus der Luftfahrt konnten auch die Schweizer Oberflächenveredler 2016 wieder die meisten Neuaufträge mit anodisierten Aluminiumoberflächen zur Erhöhung der Korrosions- und der Verschleissbeständigkeit verzeichnen. Die Aufträge aus dem Bauwesen bewegten sich auf stabil hohem Niveau.  

Im ersten Quartal 2017 konnten die Schweizer Aluminiumpresswerke bereits eine Steigerung von 12 Prozent beim Bestellungseingang im Vergleich zur Vorjahresperiode verzeichnen. Die Auftragslage aus der Automobilbranche für PKWs bewegt sich auf stabil hohem Niveau. Auch der Nutzfahrzeugbereich mit Schienenfahrzeugen, LKWs sowie Bussen entwickelt sich gut. Für volle Auftragsbücher sorgt die Luftfahrtindustrie. Aus dem Bauwesen bewegt sich die Nachfrage im ersten Quartal bereits auf hohem Niveau. Im weiteren Jahresverlauf wird hier nochmals mit einem Auftragszuwachs von rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet, vor allem aus dem Architektur-Fassadenbau.  

Mit leichten Auftragssteigerungen für die Schweizer Aluminiumindustrie lässt sich eine erfreuliche Konsolidierung der beiden Anwendermärkte Elektrotechnik und Maschinenbau feststellen. Darüber hinaus sorgt die Rüstungsindustrie für Neuaufträge. Eine hohe Nachfrage erfährt die Branche aus der Elektromobilität für die Entwicklung und Herstellung von Elektromotor-Bauteilen und Batteriegehäusen sowie Leichtbaustrukturteilen. Ob dieser Boom für die Schweizer Aluminiumindustrie anhalten wird, hängt davon ab, in welcher Grössenordnung sich die Elektromobilität in der Fahrzeugindustrie durchsetzen wird. Derzeit sorgt die Technologie für eine regelrechte Goldgräberstimmung in der Branche, sagt der Aluminium-Verband Schweiz.

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