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Nachrichten | 17.02.2017

Model-Gruppe: Umsatz Schweiz wächst auch dank Digitaldruck – Model bleibt einziger Anwender der Bobst-Digitaldruckmaschine - CEO Daniel Model zu Details des Ergebnisses 2016

Die Model-Gruppe hat im vergangenen Jahr erfolgreich gewirtschaftet (siehe PA-Meldung vom 14. Februar). In einer Telefonkonferenz informierte CEO Daniel Model zu Details des Ergebnisses 2016, das durch einen Umsatzanstieg von 42 Prozent auf nun 874 Mio. Franken geprägt war. Das Wachstum entstand vor allem durch den Zukauf der deutschen P-Well-Gruppe. Diese brachte etwa 200 Mio. Euro Umsatz in die Gruppe ein.

Schweiz wächst organisch im Durchschnitt der Gruppe

Das organische Wachstum bezifferte die Model-Gruppe auf 4 Prozent. Diesen Wert hat auch die Model AG in der Schweiz in etwa erreicht, sagte Daniel Model in der Telefonkonferenz. Impulsgeber dafür sei der Digitaldruck gewesen, der sich sehr positiv entwickelt habe.

Wellkarton-Digitaldruckmaschine: Bobst steigt aus, Model bleibt dran

Die Model-Gruppe ist im Werk Weinfelden seit Mai 2015 Erstanwender einer Hochleistungs-Digitaldruckmaschine für Wellkarton. Hersteller ist die Bobst SA in Mex bei Lausanne, Lieferant der Druckköpfe ist Kodak. Trotz der positiven Erfahrungen des Erstanwenders Model-Gruppe wird die Maschine so nicht in Serie gehen. Bobst habe entscheiden, die Entwicklung dieser Maschine nicht weiterzuführen, sagte Daniel Model. Die zweite Betamaschine ist seit Sommer 2015 bei der deutschen Wellkarton-Gruppe Schumacher Packaging im Einsatz. Schumacher habe sich offenbar entschieden, diese Maschine im Laufe des Jahres an Bobst zurück zu geben, so Daniel Model. Damit würde die Model-Gruppe einziger Anwender dieser Druckmaschine. Diese will die Anlage weiter betreiben. «Wir sind damit erstaunlich zufrieden», sagte der CEO an der Telefonkonferenz.

Entwicklung in Deutschland

Überwiegend zufrieden zeigte sich Daniel Model auch mit der Entwicklung P-Well-Gruppe, die im Januar 2016 übernommen worden war und die mittlerweile unter Model GmbH firmiert. Daniel Model hatte 2016 ad Interim die Leitung der Gruppe inne. Seit 1. Januar hat Christoph Haefeli, bisher Verkaufsleiter der Model AG in der Schweiz, als Chief Operation Officer deren operative Leitung übernommen.

Laut Daniel Model stellte sich die Situation bei der Model GmbH so dar, wie das laut der Due Diligence zu erwarten gewesen sei. Versteckte Problem seien kaum aufgetaucht. Die deutschen Werke hätten 2016 ein operatives Ergebnis erzielt, dass diese auch ohne die Übernahme erreicht hätten.

Die Produktivität der deutschen Werke will die Model-Gruppe in Zukunft steigern. Es habe sich gezeigt, dass die deutschen Werke weniger produktiv arbeiten würden wie die Schweizer Werke, obwohl der deutsche Markt umkämpft und die Marge nicht gut sie. Daniel Model führte die geringere Produktivität trotz hartem Markt unter anderem auf Währungseffekte zurück. Der Werkplatz Deutschland profitiere vom weichen Euro, während die Schweiz Hersteller durch den harten Franken zu permanenten Optimierungen und Anpassungen gezwungen seien. Insofern bestehe in Deutschland Potenzial für Optimierungen. «Wir haben gemerkt, dass wir sehr viel Know-how weitergeben können, mehr als wir erwartet haben».

Derzeit würden die Werke in Deutschland in das Model-System integriert. Beim Papierbezug seien erste positive Synergien erreicht worden. Hier von profitiere auch die Papierproduktion in der Schweiz, die 2015 stark unter Druck gestanden habe und knapp in der Verlustzone gewesen sei. Diese habe man 2016 wieder verlassen, auch dank der Übernahme der P-Well.

Mitarbeitende

Mit der Übernahme der P-Well sind 880 neue Mitarbeitende zur Model-Gruppe gekommen, die nun 4200 Mitarbeitende hat. Davon arbeiten 900 in der Schweiz, grösster Schweizer Standort ist mit 500 Mitarbeitenden der Hauptsitz Weinfelden.

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