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Nachrichten | 10.08.2017

KBA wächst im Service sowie in den Verpackungs- und Digitaldruckmärkten

Nach einem guten Start in das 200-jährige Jubiläumsjahr berichtet die Koenig & Bauer AG (KBA) von einem positiven Geschäftsverlauf im zweiten Quartal 2017. Trotz des expandierenden Servicegeschäfts und mehr Aufträgen in den Verpackungs- und Digitaldruckmärkten lagen Auftragseingang (601,9 Mio. Euro) und Konzernumsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Für 2017 strebt KBA gemäss einer Medienmitteilung einen Umsatzanstieg im Konzern auf bis zu 1,25 Mrd. Euro an.

«Die Messeerfolge auf der Print China, Interpack und Metpack haben zu einer gegenüber dem Vorjahr deutlichen Steigerung des Auftragseingangs in den Verpackungsmärkten Kartonagen-, Blech-, Kennzeichnungs- und Glas-/Hohlkörperdruck beigetragen. Trotz dieser Zuwächse und des expandierenden Servicegeschäfts lag der Auftragseingang mit 601,9 Mio. Euro leicht unter dem durch grössere Wertpapieraufträge beeinflussten Vorjahreswert von 618,8 Mio. Euro», sagte CEO Claus Bolza-Schünemann. Bei einem auslieferungsbedingt mit 538,9 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahr liegenden Konzernumsatz blieb der Auftragsbestand mit 620,5 Mio. Euro weiter auf einem hohen Niveau.

Das EBIT erreichte 16,3 Mio. Euro. «Der Vorjahreswert von 20,7 Mio. Euro war durch einen hohen Nachholeffekt im 2. Quartal (4,9 Mio. Euro) aus dem Abschluss eines grösseren Wertpapierprojekts und den höheren Umsatz beeinflusst», erläuterte CFO Dr. Mathias Dähn. Das Konzernergebnis von 15,2 Mio. Euro (2016: 17,2 Mio. Euro) entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von 0,93 Euro (Vorjahr: 1,05 Euro).

«Neben dem weiter wachsenden Servicegeschäft sollen insbesondere unsere bestehenden und neuen Lösungen für das Bedrucken, die Veredelung und Weiterverarbeitung von Verpackungen sowie unsere industriellen Digitaldruck-Applikationen zum nachhaltigen profitablen Wachstum beitragen», sagte Dr. Mathias Dähn. Claus Bolza-Schünemann verwies auf das grosse Kundeninteresse an der neu entwickelten Lösung CS MetalCan für das Bedrucken zweiteiliger Getränkedosen, deren Verkaufsstart nach intensiven Feldtests im Jahr 2018 geplant ist.

Deutlich gestiegener Gewinn bei Sheetfed

Im Sheetfed-Segment wuchs der Auftragseingang durch mehr Serviceaufträge und Bestellungen von Mittelformatanlagen um 12,2 Prozent auf 326,3 Mio. Euro. Einen erfreulichen Wachstumsbeitrag leisteten auch die Flachbettstanzen für die Druckweiterverarbeitung von Kartonagen und Wellpappen. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr (291,7 Mio. Euro) um 5,5 Prozent auf 307,8 Mio. Euro zu. Der Mehrumsatz mit besseren Margen und niedrigere Kosten führten zu einer deutlichen Steigerung des Segmentgewinns auf 12,1 Mio. Euro (2016: 8,6 Mio. Euro).

Im Segment Digital & Web konnte ein robuster Auftragseingang von 85,7 Mio. Euro erzielt werden. Bei einem niedrigeren Umsatz von 68,3 Mio. Euro (2016: 75,5 Mio. Euro) stieg der Auftragsbestand von 92,3 Mio. Euro auf 93,6 Mio. Euro. Das EBIT von –2,8 Mio. Euro (2016: –2,7 Mio. Euro) war mit –3,1 Mio. Euro durch KBA-Flexotecnica belastet. Die Optimierungsarbeiten bei der italienischen Tochtergesellschaft zielen auf eine Beschleunigung des Wachstumskurses im Zukunftsmarkt der flexiblen Verpackungen ab. Ohne die Flexo-Aktivitäten hat sich die Ertragslage bei Digital & Web positiv entwickelt.

Trotz der Auftragszuwächse bei den Verpackungsdrucklösungen unterschritt das Neugeschäft im Segment Special mit 216,3 Mio. Euro den durch grössere Wertpapieraufträge geprägten Vorjahreswert von 269,5 Mio. Euro. Mit 189,2 Mio. Euro blieb der Segmentumsatz auslieferungsbedingt noch hinter dem Vorjahr (222,9 Mio. Euro) zurück. Mit einem EBIT von 14,6 Mio. Euro wurde eine erfreuliche Marge von 7,7 Prozent erreicht. Der Vorjahreswert von 22,1 Mio. Euro war durch einen hohen Nachholeffekt von 4,9 Mio. Euro aus einem grösseren Wertpapierprojekt begünstigt.

Eigenkapitalquote steigt auf 32,6 Prozent

Trotz höherer Kundenanzahlungen lag der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit mit –20,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von –10,6 Mio. Euro. Zum Stichtag waren gewachsene Vorräte für die Umsatzrealisierung im zweiten Halbjahr und gestiegene Kundenforderungen durch eine Ballung der Auslieferungen kurz vor Halbjahresende dafür ausschlaggebend. Neben den höheren Auszahlungen für Investitionen war der freie Cashflow von –65,5 Mio. Euro belastet durch die ersten Auszahlungstranchen in Höhe von 32,4 Mio. Euro für die teilweise Ausfinanzierung der Pensionsrückstellungen. Mit den liquiden Mitteln von 127,5 Mio. Euro, jederzeit liquidierbaren Wertpapieren von 14,7 Mio. Euro und hohen Bar- und Avalkreditlinien verfügt die Koenig & Bauer-Gruppe über eine stabile finanzielle Basis. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich in Relation zur leicht gestiegenen Bilanzsumme auf 32,6 Prozent (Ende 2016: 31,1 Prozent).

Guidance für 2017 bestätigt

Mit dem Auftragsbestand zum Halbjahresende von 620,5 Mio. Euro, dem expandierenden Servicegeschäft, der stetigen Nachfrage seitens der Verpackungsmärkte und aussichtsreicher Kundenprojekte im Wertpapier- und Digitaldruck erwartet der Vorstand im weiteren Jahresverlauf eine zunehmende Umsatzdynamik mit positiven Ergebniseffekten. Für 2017 strebt das Management einen organischen Umsatzanstieg im Konzern auf bis zu 1,25 Mrd. Euro und eine EBIT-Rendite von rund 6 Prozent an, falls sich die konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen für das weltweite Geschäft nicht wesentlich verschlechtern.

Der Halbjahresbericht steht als PDF-Download zur Verfügung unter https://www.kba.com/investor-relations/finanzberichte/

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