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Nachrichten | 14.03.2017

DACH-Umfrage: Beschaffung wird immer «digitaler»

Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Beschaffungsprozesse der Wirtschaft. Wäh-rend operative Abläufe beim Einkauf der KMUs zunehmend automatisiert werden, erhalten die verantwortlichen Fachkräfte stärker eine strategische Position. Wie eine Umfrage der Fir-ma „Wer liefert was“ in der Schweiz, Deutschland und Österreich zeigt, wird die Rolle der Einkaufsverantwortlichen der KMU zunehmend wichtiger, wenn es darum geht, Wettbe-werbsfähigkeit und Qualität zu gewährleisten. Die Umfrage wurde auf den länderspezifischen Online-Marktplätzen des DACH-Raumes von Wer-liefert-was durchgeführt. Insgesamt 1'174 Personen nahmen an der Umfrage zu den Einkaufs-Trends der Unternehmen teil.

27.9 Prozent der Befragten gaben an, ihre Beschaffungstätigkeit sei rückblickend deutlich strategischer geworden. Gleichzeitig sind 25.3 Prozent der Meinung, der Arbeitsbereich sei digitaler geworden. Nur 10.9 Prozent der Befragten nehmen ihren Aufgabenbereich heute als operativer wahr als in der Vergangenheit.

Beschaffungsbereich Treiber der Digitalisierung

Wenn es um die Rolle des Einkaufs bei der Strategieentwicklung von Industrie 4.0-Lösungen geht, bilden sich zwei interessante Fronten: 23.5 Prozent der Befragten geben an, dass der Unternehmensbereich Beschaffung aktiv an der Gestaltung solcher Lösungen mitwirkt, 15 Prozent behaupten sogar, der Einkauf sei hier der wichtigste Treiber. Auf der anderen Seite geben 22 Prozent an, dass ihr Unternehmen keine Strategien hinsichtlich Industrie 4.0 entwi-ckelt. Laut Wer-liefert-was ist es sinnvoll, den Einkauf in den Strategieprozess bezüglich der Digitalisierung des Unternehmens mit einzubeziehen. Dass allerdings mehr als ein Fünftel der befragten Unternehmen keine Strategie für den aktuellen Umbruch entwickelt, sei erschre-ckend.
Auch Bereiche, die auf den ersten Blick weniger Berührungspunkte mit der Industrie 4.0 hät-ten, wie der Einzel- und Grosshandel (14.4 Prozent der Umfrageteilnehmer waren Einkäufer aus dem Einzel- und Grosshandel), könnten von der Integration digitaler Prozesse profitieren, zum Beispiel in der Logistik, so Wer-liefert-was. Generell würde die Digitalisierung alle Un-ternehmensbereiche betreffen.

Strategische Partnerschaften mit Lieferanten zunehmend wichtiger

Werfen die Befragten einen Blick in die Zukunft, glaubt mehr als jeder dritte Einkäufer (31.7 Prozent), dass gerade strategische Partnerschaften mit Lieferanten zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Gleichzeitig gehen 16.1 Prozent davon aus, dass der persönliche Kontakt zu Lieferanten durch die Digitalisierung abnehmen wird. Schliesslich können operative Ein-kaufsprozesse heute nahezu komplett mithilfe neuer Technologien und E-Lösungen abgewi-ckelt werden. Da drängt sich die Frage auf, ob die Position des Einkäufers im operativen Ge-schäft in den KMUs ein Auslaufmodell ist? Dieser Meinung sind 8.3 Prozent der Befragten – und geben an, dass die Digitalisierung den rein operativ tätigen Einkäufer langfristig überflüssig machen wird.

Einkäufer wird zum Schnittstellenmanager – Qualifikationen im digitalen Bereich gefragt

Die Befragten erwarten, dass sich aufgrund des strukturellen Wandels im Beschaffungswesen auch das Berufsbild des zukünftigen Einkäufers grundlegend verändert und er zum strategi-schen Schnittstellenmanager wird. Für 23 Prozent der Befragten muss der Einkauf-Nachwuchs daher zunehmend digitaler und internationaler qualifiziert sein. Gleichzeitig sehen immer mehr Einkäufer das Internet als enorme Chance für den Bereich Beschaffung.

Hintergrund der Umfrage auf wlw.de: Zeitraum der Durchführung: November - Dezember 2016. - Teilnehmerzahl: 1'174.

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