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Nachrichten | 11.10.2018

32. Lifefair Forum zeigt Weg für mehr Ressourceneffizienz auf: Digitalisierung ist idealer Wegbereiter einer Kreislaufwirtschaft

Lineares Wirtschaften ist keine Option mehr in einer nachhaltigen, ressourceneffizienten Zukunft. Das dafür notwendige Schliessen von Materialkreisläufen setzt die Kreislaufwirtschaft um. Im vollbesetzten Crédit Suisse Forum St. Peter in Zürich zeigten Umwelt- und Digitalisierungsexperten beim 32. Lifefair Forum „Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft“ vielversprechende Möglichkeiten auf, mit regenerativen Design-, Produktions- und Entsorgungszyklen Abfallberge zu vermindern.

Die Weltbank hat 2018 prognostiziert, dass die weltweiten Abfallberge bis zum Jahre 2050 um bis zu 70 Prozent auf 3.4 Milliarden Tonnen ansteigen werden. Den grössten Anteil davon macht Grün- & Nahrungsmittelabfälle (44 %) gefolgt von Papier/Karton (17 %) und Plastik (12 %). Eine effektive Abfallwirtschaft ist teuer und umfasst oft 20 % bis 50 % der kommunalen Haushalte, so die Weltbank. Dr. Henning Wilts, Experte für Kreislaufwirtschaft am renommierten Wuppertal Institut zeigte in seiner Keynote auf, dass Berechnungen von McKinsey zufolge die Wirtschaft in Europa ein Netto-Materialeinsparung-Potential von bis zu 640 Mrd. Euro haben könnte, würde sie kreislaufwirtschaftlich agieren.

Dass hohe Recycling-Quoten trügen können, gab Jean-Marc Hensch, Geschäftsführer Swico in der zweiten Keynote zu bedenken. Der Aufwand, wie z.B. Energieverbrauch und Umweltkosten, steige mit höheren Quoten steil an, ein Optimum könne nur auf Produktebene erreicht werden. Herausfordernd sei es zudem, dass gesammeltes Material weder in sich homogen noch einheitlich in Bezug auf Materialreinheit ist und daher massive Transaktionskosten verursacht. Zudem setzen Unternehmen wegen grosser Unsicherheiten bei der Qualitätssicherung derzeit noch mehr Primärrohstoffe, anstatt günstigere Rezyklate ein. Rezyklierter Kunststoff beispielsweise sei bis zu 20 Prozent günstiger. Auch führen gesetzliche Entsorgungsauflagen, die historisch aus Sicherheitserwägungen und nicht aus Nachhaltigkeitsgründen heraus entstanden sind, zu mehr Folgekosten,

 

Die Lifefair Foren werden organisiert von der Lifefair GmbH mit Sitz in Wädenswil, der Plattform für Nachhaltigkeit. Viermal jährlich diskutieren hochkarätige Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Non-Profitorganisationen und Zivilgesellschaft wirtschafts- und praxisnahe Fragestellungen. Inhaltlich sind die Foren eng mit dem Swiss Green Economy Symposium (SGES) verknüpft und gehen der Grundsatzfrage nach: Wie wird die Wirtschaft nachhaltiger – und wie wird Nachhaltigkeit wirtschaftlicher? Das nächste Lifefair Forum findet am 12. November 2018 zum Thema «Biodiversität» statt.

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