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Logistiknews | 04.01.2018

29. Lifefair Forum: Logistik in der Schweiz soll mit Digitalisierung, Vernetzung und Nachhaltigkeit zukunftsfähig werden

Ohne Ökonomie wird es keine nachhaltige Logistik geben. Um auch morgen eine wettbewerbsfähige Logistikbranche in der Schweiz zu haben, ist ein Mehr an smartem und grenzüberschreitendem Miteinander der Logistikbranche nötig. Das ist das Ergebnis des 29. Lifefair Forum zum Thema „Logistik und Nachhaltigkeit - Wo geht der Weg hin?“. In Zürich beleuchtete eine Diskussionsveranstaltung mit Experten aus Wirtschaft, Verwaltung, Industrie und Zivilgesellschaft am 14.12.2017 den Zielkonflikt, dass Logistikunternehmen mit extrem knappen Margen auf öffentlich finanzierten Verkehrs-Infrastrukturen nachhaltig wirtschaften müssen.

 

Wie können Schweizer Unternehmen im globalen Logistik-Wettbwerb mithalten? Die Herausforderungen sind enorm: Die Zahl der ständigen Bewohner in der Schweiz wird bis 2040 die 10 Millionen-Grenze überschreiten. Die Verkehrsleistung wird Modellrechnungen zufolge auf Strasse und Schiene bis 2030 um rund einen Viertel zunehmen. Der Bedarf an effizienten Transportinfrastrukturen und -dienste wird entsprechend wachsen. Die Ressourcen für einen Infrastrukturausbau – insbesondere für den Landverbrauch – sind jedoch endlich, stellt Jürg Röthlisberger, Direktor des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Bundesamt für Strassen Astra, in seinem Impulsreferat fest. „Die Schweiz nähert sich beim Ausbau der klassischen Verkehrsträger der Grenze des noch Akzeptierten und damit des noch Realisierbaren.“ Die Nachhaltigkeit der Transport- und Logistikketten ist daher zwingend.

 

Moderiert von Dominique Reber, Senior Partner Hirzel.Neef.Schmid.Konsulen-ten, identifizierten die Panel-Teilnehmer die Herausforderungen und Chancen für eine nachhaltige Logistikbranche. Zentral wird sein, die letzte Meile vom Logistik-Standort zum Endkunden effizienter zu machen, so Josef Jäger, VR-Präsident Camion Transport AG und Vizepräsident Astag. Dafür brauche es eine bessere Vernetzung, denn heute sei erst 10 Prozent des Verkehrs über verschiedene Infrastrukturen kombiniert. Gerade die insbesondere durch den Online-Handel erzeugte Kleinteiligkeit bewirke heute immer mehr ein oft unökologisches Transport- und Verkehrsvolumen.

 

Das Projekt Cargo sous terrain (www.cargosousterrain.ch) geht mit digitaler Logistik einen neuen Weg in eine nachhaltige Logistikzukunft. 2030 sollen die ersten Fahrzeuge durch ein unterirdisches und vollautomatisiertes Tunnelnetzwerk fahren. Als Meilenstein dahin wird ein flexiblerer, kontinuierlicher Transport von Paletten und Behälter für Pakete und Stückgüter ermöglicht, indem Produktions- und Logistikstandorte mit Ballungsräumen verbunden werden. „Nur ein digital gesteuertes Gesamtsystem inklusive Verteilung und Rückführung in Städten und Agglomerationen ist zielführend“, so Peter Sutterlüti, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats von Cargo sous terrain.

 

Dr. Frank Furrer, Geschäftsführer Cargo Forum Schweiz, appellierte: „Die Schweizer Verkehrspolitik muss den Tunnelblick aufgeben und sich bewegen“. „Bis 2035 der Ausbau der Trassen greift, ist die Infrastruktur für den Güterverkehr denkbar schlecht. Das wirkt sich direkt auf den Produktionsstandort Schweiz aus“ so Furrer. Vor Social Dumping und der drohenden Abwanderung warnte auch Josef Jäger, wenn der Gütertransport zu sehr belastet wird. Gerade für das Hochlohnland Schweiz sieht Sutterlüti hier den Vorteil digitaler Logistik. Die Vollautomatisierung reduziert nicht nur Emissionen und erhöht die Zuverlässigkeit, sondern kann auch den Lohndruck entzerren. Die gute Nachricht ist, dass viele saubere Technologien und umfangreiches Know-how zur Verfügung steht. So ermöglicht der 3D-Druck, dass wieder vermehrt regional produziert werden kann.

 

Weitere Statements der Panel-Teilnehmer und Teilnehmer finden Sie in folgendem Videozusammenschnitt: https://youtu.be/PXSBUWfHnQc

 

Die Lifefair Foren werden organisiert von der Lifefair GmbH, der Plattform für Nachhaltigkeit. Viermal jährlich diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Non-Profitorganisationen und Zivilgesellschaft wirtschafts- und praxisnahe Fragestellungen. Inhaltlich sind die Foren eng mit dem Swiss Green Economy Symposium (SGES) verknüpft und gehen der Frage nach: Wie wird die Wirtschaft nachhaltiger – und wie wird Nachhaltigkeit wirtschaftlicher?

 

www.forum.lifefair.org

www.sges.ch 

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